Lungentransplantation
Wenn die Lunge eines Menschen soweit erkrankt ist, dass Medikationen nicht mehr weiterhelfen und die Möglichkeiten herkömmlicher Therapieansätze bereits vollst&aouml;ndig ausgeschöpft sind, kommt nur noch eine Lungentransplantation infrage. In der Phase, die für die Lungentransplantation in Betracht kommt, bleibt den Betroffenen ohne Lungentransplantation oft nur noch eine denkbar geringe Lebenserwartung zwischen einem und anderthalb Jahren. Bei einer Lungentransplantation können entweder ein ganzer Lungenflügel, beide Lungenflügel oder die entsprechenden Lungenlappen verpflanzt werden. Die Lungentransplantation nur einer Lunge wird in der heutigen Zeit allerdings nur noch selten praktiziert, da sich in der Vergangenheit Probleme zwischen verpflanztem und ursprünglichem Lungenflügel gezeigt haben.
Daher wird heute oft die beidseitige Lungentransplantation durchgeführt. Je nach Erkrankung und Erkrankungsgrad ist eine Transplantation notwendig, so zum Beispiel, wenn ein Lungenemphysem oder ein Mangel an ATT, dem Alpha 1 Antitrypsin vorliegt. Gerade bei chronischen Erkrankungen der Lunge oder einer nachgewiesenen beidseitigen Erkrankung beider Lungenflügel ist die beidseitige Lungentransplantation notwendig. Beide Lungenteile werden bei dieser Lungentransplantation nacheinander verpflanzt. Der zweite Teil der erkrankten Lunge versorgt den Patienten während der Operation weiterhin mit Sauerstoff, während die Lungentransplantation des ersten Teils der neuen Lunge vollzogen wird. Wird der zweite Teil der Lunge verpflanzt, kann die Beatmung des Patienten schon über den eingesetzten ersten Teil erfolgen. Eine künstliche Beatmung ist während der Lungentransplantation in den meisten Fällen daher nicht notwendig. Entstehen nach einer Lungentransplantation keine Komplikationen, was nur in etwa 10% aller Fälle geschieht, wird der Patient recht bald von der Intensiv- auf die normale Station zur Regeneration verlegt und kann sich dort erholen.
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